Die vorliegende Dissertation widmet sich der Untersuchung sozialer Normen und individueller Lern- und Leistungsmotivation. Im Zentrum stehen dabei soziale Normen zu Zielorientierungen und deren Bedeutung für individuelle Zielorientierungen. Ausgangspunkt ist die Unterscheidung zwischen deskriptiven Normen (was in einer Gruppe üblich ist) und injunktiven Normen (was als erwünscht gilt). Beide Normtypen werden auf Zielorientierungen angewendet. Deskriptive Normen beschreiben die in einer Gruppe vorherrschenden Zielorientierungen, während injunktive Normen angeben, welche Zielorientierungen gegenüber einer Gruppe als erwünscht gelten. Zugleich werden Peers und Lehrende als Referenzgruppen explizit voneinander abgegrenzt, von denen in gemeinsamen Lernkontexten unterschiedliche normative Signale ausgehen können. Während bisherige Forschung die Rolle des Lernkontexts für individuelle Zielorientierungen beleuchtet hat, fehlt bislang eine gemeinsame Betrachtung unterschiedlicher normgebender Akteure aus der Perspektive sozialer Normen.
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