Bezahlbarkeit, Fairness, Vertrauen: wie die Energiewende gelingen kann


Schenker, Oliver


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URN: urn:nbn:de:bsz:180-madoc-727983
Document Type: Working paper
Year of publication: 2026
The title of a journal, publication series: ZEW policy brief
Volume: 2026-06
Place of publication: Mannheim
Publication language: German
Institution: Sonstige Einrichtungen > ZEW - Leibniz-Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung
MADOC publication series: Veröffentlichungen des ZEW (Leibniz-Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung) > ZEW policy brief
Subject: 330 Economics
Abstract: Die Energiewende tritt in eine Phase, in der Verbraucher/innen selbst zu zentralen Akteuren werden, da Klimapolitik nun direkt in deren Entscheidungen hineinwirkt. Aus ökonomischer Sicht gilt die Bepreisung von Treibhausgasemissionen als das effizienteste Instrument, das in Europa bislang in erster Linie in Energie- und Industriesektoren eingesetzt wurde. Da mit einigem Erfolg: Seit dem Start des europäischen Emissionshandelssystems (EU ETS) im Jahre 2005 sind die Emissionen in den regulierten Sektoren um etwa 51 Prozent gesunken. Durch die Ausweitung des Emissionshandels auf den Gebäude- und Verkehrssektor über das zweite Emissionshandelssystem (EU ETS2), voraussichtlich im Jahr 2028, wird ein zentraler Pfeiler der Energiewende für die Haushalte direkter spürbar. Modellrechnungen erwarten Preisen zwischen 100 und 300 Euro pro Tonne CO2 für die erste Hälfte der 2030er Jahre (siehe Abbildung 1), was einer ungefähren Verdoppelung bis Verfünffachung gegenüber den heutigen Preisen entspricht. Damit werden Kauf- und Investitionsentscheidungen von Haushalten zu entscheidenden Faktoren für den Erfolg der Energiewende, aber auch der dem Wahlerfolg von Parteien, weil sozial- und verteilungspolitische Aspekte der Klimapolitik in den Fokus rücken. Maßnahmen mit spürbaren Belastungen sind politisch nur tragfähig, wenn sie als legitim wahrgenommen werden. Werden Belastungen als unfair wahrgenommen, kann die Akzeptanz schnell sinken oder gar kippen. Dieser Policy Brief erläutert die Evidenz hinter diesen Zusammenhängen und diskutiert politische Handlungsoptionen, die diese Aspekte mitberücksichtigen.




Das Dokument wird vom Publikationsserver der Universitätsbibliothek Mannheim bereitgestellt.




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