Die ökonomische Theorie der Familie und die Erklärung von Erbschaftsregeln - ein problemorientierter Überblick


Jürges, Hendrik


[img]
Preview
PDF
mea_disk_70_05.pdf - Published

Download (735kB)

URL: http://ub-madoc.bib.uni-mannheim.de/881
URN: urn:nbn:de:bsz:180-madoc-8814
Document Type: Working paper
Year of publication: 2005
Publication language: German
Institution: School of Law and Economics > Sonstige - Fakultät für Rechtswissenschaft und Volkswirtschaftslehre
MADOC publication series: Veröffentlichungen des MEA (Mannheim Research Institute For the Economics of Aging) > MEA Discussion Papers
Subject: 330 Economics
Classification: JEL: D19 D64 ,
Subject headings (SWD): Erbschaft , Prognose , Familie , Verteilung
Abstract: In diesem Beitrag wird die Leistungsfähigkeit ökonomischer Modelle privater Transfers bei der Prognose des Erbschaftsverhaltens untersucht und es werden einige alternative Erklärungen in Ansätzen vorgestellt. Das theoretische Verständnis privater intergenerativer Transfers beruht zu großen Teilen auf dem altruistischen Transfermodell und dem Austauschmodell. Beide Modelltypen sind jedoch mit einer wichtigen empirischen Regelmäßigkeit nur schwerlich in Einklang zu bringen, nämlich der Beobachtung, dass Erblasser ihr Vermögen selbst dann zu gleichen Teilen an ihre Kinder vererben, wenn es keine gesetzlichen Vorschriften im Sinne eines Pflichtteilsrechts gibt. Es gibt zwar nur wenige empirische Studien über die Aufteilung von Nachlässen, doch in allen diesen Studien findet man exakt gleiche oder fast gleiche Aufteilungen in teils weit über 50 Prozent aller Fälle. In den genannten theoretischen Modellen wird unisono angenommen, dass bestimmte Merkmale von Kindern (Einkommen, Hilfsbereitschaft den Eltern gegenüber) bei der Nachlaßentscheidung der Eltern eine wichtige Rolle spielen. Offensichtlich können diese Modelle gleiche Aufteilungen nur für den Fall erklären, dass die Kinder in bezug auf die relevanten Merkmale gleich oder zumindest sehr ähnlich sind. Das Fehlen einer in sich geschlossenen Erklärung für gleiche Aufteilung stellt ein ernstes Defizit der theoretischen Literatur dar. Auch institutionenökonomische und evolutionstheoretische Ansätze vermögen nicht, dieses Defizit zu beheben.
Additional information:

Das Dokument wird vom Publikationsserver der Universitätsbibliothek Mannheim bereitgestellt.




+ Citation Example and Export

Jürges, Hendrik (2005) Die ökonomische Theorie der Familie und die Erklärung von Erbschaftsregeln - ein problemorientierter Überblick. Open Access [Working paper]
[img]
Preview


+ Search Authors in

+ Download Statistics

Downloads per month over past year

View more statistics



You have found an error? Please let us know about your desired correction here: E-Mail


Actions (login required)

Show item Show item