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Mögliche Begründungen des Utilitarismus
Gesang, Bernward

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Dokumenttyp:
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Buchkapitel
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Erscheinungsjahr:
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2025
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Buchtitel:
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Handbuch Utilitarismus
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Seitenbereich:
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351-368
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Herausgeber:
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Andrić, Vuko
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Gesang, Bernward
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Ort der Veröffentlichung:
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Berlin
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Verlag:
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Metzler
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ISBN:
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978-3-662-71325-9 , 3-662-71325-X , 978-3-662-71326-6
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Verwandte URLs:
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Sprache der Veröffentlichung:
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Deutsch
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Einrichtung:
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Philosophische Fakultät > Philosophie II (Gesang 2009-)
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Fachgebiet:
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100 Philosophie
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Fachklassifikation:
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Freie Schlagwörter (Deutsch):
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deduktive Rechtfertigung , Überlegungsgleichgewicht , kritischer Intuitionismus , M. Huemer , R. Hare
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Freie Schlagwörter (Englisch):
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deductive justification , deliberative equilibrium , critical intuitionism , M. Huemer , R. Hare
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Abstract:
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In diesem Artikel sollen drei aussichtsreiche Strategien zur Begründung des Utilitarismus skizziert werden, um einen Überblick über mögliche Begründungen zu geben.
1. Der von Hare beschrittene, deduktive Weg. Bei der deduktiven Rechtfertigung von Moralurteilen werden sämtliche Moralurteile aus einer allgemeinen Theorie deduziert, die den wissenschaftstheoretischen Standards für Theorien (Einfachheit, Erklärungswert usw.) genügen soll. Ein Zirkelargument gegen Hare wird diskutiert und relativiert.
2. Der Weg des Überlegungsgleichgewichts (ÜG): Nach Huemer und Sayre-McCord werden alle plausiblen, jedoch noch nicht auf Kohärenz überprüften Intuitionen erst einmal als prima facie Prüfungsinstanz für Moralurteile anerkannt. Dann werden Intuition und Theorie, die auch den Standards der Wissenschaftstheorie genügen soll, miteinander abgeglichen. Dabei werden im Rahmen einer kritischen intuitionistischen Methodologie letztlich nicht alle Intuitionen berücksichtigt, sondern nur die, die nicht gehäuft auf „defeater“ stoßen. Eine kohärente Entsprechung von Intuitionen und Theorie ist letztlich das Ziel. Entgegen vielen Einwänden, soll gezeigt werden, dass dieses Gleichgewicht auch für Utilitaristen erreichbar ist.
3. Der Weg des „humanen Utilitarismus“, der u.a. Intuitionen als Präferenzen einer bestimmten Intensität behandelt, die man berücksichtigen muss, wenn man die Frustration von Präferenzen vermeiden will.
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Übersetzung des Abstracts:
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This article outlines three promising strategies for justifying utilitarianism in order to provide an overview of possible justifications.
1. The deductive approach taken by Hare. In the deductive justification of moral judgments, all moral judgments are deduced from a general theory that must meet the scientific standards for theories (simplicity, explanatory value, etc.). A circular argument against Hare is discussed and relativized.
2. The path of deliberative equilibrium (DE): According to Huemer and Sayre-McCord, all plausible intuitions that have not yet been tested for coherence are initially recognized as prima facie criteria for moral judgments. Then intuition and theory, which must also meet the standards of scientific theory, are compared with each other. Within the framework of a critical intuitionistic methodology, not all intuitions are ultimately taken into account, but only those that do not frequently encounter “defeaters.” The ultimate goal is a coherent correspondence between intuitions and theory. Contrary to many objections, it will be shown that this balance is also achievable for utilitarians.
3. The path of “human utilitarianism,” which, among other things, treats intuitions as preferences of a certain intensity that must be taken into account if one wants to avoid the frustration of preferences.
(Englisch)
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