Dieser Aufsatz gibt einen Überblick über ökonomische Konzepte der Lastenverteilung zur Finanzierung von
öffentlichen Gütern als Beitrag zur interdisziplinären Diskussion. Im Mittelpunkt des Interesses stehen dabei
Verteilungswirkungen der Umweltpolitik. Zunächst werden zwei Typen von Verteilungsregeln besprochen: das
Ability-to-Pay-Prinzip und das Benefit-Prinzip. Anschließend werden die Verteilungswirkungen der Förderung
erneuerbarer Energien über das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) in Deutschland auf Ebene privater
Haushalte besprochen. Wie sich zeigt, wirkt das EEG regressiv und belastet Haushalte mit geringerem
Einkommen im Vergleich zu wohlhabenderen Haushalten stärker. Schließlich wird das Problem der
Energiearmut besprochen. Zwar fehlt in Deutschland derzeit die empirische Grundlage zur angemessenen
Definition des Problems, Indikatoren zur Energiearmut könnten perspektivisch jedoch nützliche Informationen
zur Ausgestaltung von Klima- und Energiepolitik bereitstellen.
Das Dokument wird vom Publikationsserver der Universitätsbibliothek Mannheim bereitgestellt.