Die Reform der EU-Marktordnung für Bananen - Lösungsansätze eines fairen Handels unter Berücksichtigung der Interessen von Kleinproduzenten


Osório-Peters, Suhita


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URL: https://ub-madoc.bib.uni-mannheim.de/43717
URN: urn:nbn:de:bsz:180-madoc-437173
Document Type: Working paper
Year of publication: 1998
The title of a journal, publication series: ZEW-Dokumentation
Volume: 98-07
Place of publication: Mannheim
Publishing house: ZEW
ISSN: 1611-681X
Publication language: German
Institution: Sonstige Einrichtungen > ZEW - Leibniz-Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung
MADOC publication series: Veröffentlichungen des ZEW (Leibniz-Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung) > ZEW-Dokumentation
Subject: 330 Economics
Reviewed: yes
Abstract: Im Mittelpunkt der Diskussion um die Reform der Gemeinsamen Marktordnung für Bananen (GMOB) standen zuerst einerseits Modelle, die ausschließlich auf einer Differenzierung der Zolltarife basieren und andererseits Modelle, die eine Kombination von Zolltarifen und Mengenkontingentierung (Quoten) darstellen. Aus GATT-Sicht sind tarifäre Maßnahmen grundsätzlich zu bevorzugen, da sie theoretisch den geringsten Eingriff in das Marktgeschehen darstellen. Aber auch eine Restriktion der Importmengen schlägt sich theoretisch - ebenfalls wie ein Zoll - in eine Preiserhöhung dieser Güter nieder. Beide Maßnahmen wirken schließlich durch eine Veränderung der Nachfrage aufgrund einer intendierten Veränderung der Preisrelationen. Daher liegt aus ökonomischer Sicht der Hauptunterschied zwischen beiden Maßnahmen (Zölle und Quoten) weniger in ihrer Allokationwirkung (Markteffizienz) als in der Verteilungsproblematik, die sie erzeugen. Umwelt- und entwicklungspolitische Gruppen forderten in der Diskussion um die GMOB-Reform den EU-Ministerrat auf, ein GATT-konformes, faires Handelsregime in den Bananenmarkt zu etabliert, das eine gerechte Verteilung der Wohlfahrtseffekte des Handels sicherstellt und die Interessen der Kleinproduzenten in Entwicklungsländern schützt. Reformvorschläge, die auf traditionellen Handelsinstrumenten basieren, wie der Vorschlag der EU-Kommission, der eine Zollkontingent-Lösung darstellt, und das von den USA präferierte "Tariff-only"-System, wurden kontrovers diskutiert. Im Laufe des Diskussionsprozesses rückten weitere, innovative Reformvorschläge, wie die Einführung eines Internationalen Labels sowie die Versteigerung von Importlizenzen, immer stärker in den Vordergrund der Debatte. Diese Studie stellt durch eine Gegenüberstellung der unterschiedlichen Ansätze Klarheit darüber her, mit welchem GMOB-Modell sich die Ziele einer nachhaltigen Entwicklung in den bananenexportierenden Ländern am besten verwirklichen lassen.

Das Dokument wird vom Publikationsserver der Universitätsbibliothek Mannheim bereitgestellt.




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