Wie können Schulen kollaborativ Daten nutzen? Chancen und Grenzen bei der Implementation von Evidenzteams in der Initiative „Schule macht stark"


Yendell, Oscar ; Brill, Steffen ; Büchter, Sarah ; Ringler, Jonas ; Marx, Alexandra ; Hawlitschek, Patrick ; Karst, Karina



Dokumenttyp: Präsentation auf Konferenz
Erscheinungsjahr: 2023
Veranstaltungstitel: 34. EMSE Herbst-Tagung 2023 - Basiskompetenzen und das Recht auf Bildung
Veranstaltungsort: Berlin, Germany
Veranstaltungsdatum: 30.11.-01.12.2023
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Sprache der Veröffentlichung: Deutsch
Einrichtung: Fakultät für Sozialwissenschaften > Unterrichtsqualität in heterogenen Kontexten (Juniorprofessur) (Karst 2016-2022)
Fachgebiet: 370 Erziehung, Schul- und Bildungswesen
Abstract: Eine an Daten orientierte pädagogische Praxis kann sich positiv auf die Unterrichtsqualität und die Kompetenzentwicklung von Schüler*innen auswirken (van Geel et al., 2016; Visscher, 2021). Insbesondere für Schulen in schwierigen Lagen stellt eine umfangreiche Datennutzung eine bedeutende Schulentwicklungskapazität dar (Holtappels et al., 2021; Muijs et al., 2004). Darauf aufbauend wurden international Konzepte entwickelt, damit Lehrkräfte kollaborativ Daten effektiv nutzen können (data teams: Schildkamp et al., 2016). Diese Konzepte wurden im Projekt “Schule macht stark – SchuMaS” zum Ansatz der Evidenzteams weiterentwickelt und den Schulen als strukturelle Möglichkeit zur Umsetzung datengestützter Qualitätsentwicklung vorgestellt. Evidenzteams werden als kollaborativer Zusammenschluss von Akteur*innen innerhalb einer Schule definiert, die vielfältige Daten- und Informationsquellen zur Entscheidungsfindung im pädagogischen Kontext heranziehen. Sie sind zudem als professionelle Lerngemeinschaften zu verstehen. Die Vorstellung dieses Ansatzes erfolgte im Rahmen von Schulnetzwerktreffen, die unter anderem einer Qualifikation von Schulleitungen und Lehrkräften im Kontext datengestützter Qualitätsentwicklung dienen. Im Vortrag wird daher beginnend der spezifische SchuMaS-Beratungsansatz mit einem Fokus auf die datengestützte Qualitätsentwicklung und die Einführung von Evidenzteams präsentiert (Ringler et al., im Erscheinen). Anschließend werden Ergebnisse einer Einzelfallanalyse berichtet (Hering & Jungmann, 2019). Lehrkräfte, die ein solches Team einführten, benannten im Rahmen eines leitfadengestützten Interviews Gelingensbedingungen und Hürden für die Einführung von Evidenzteams (Mayring & Fenzl, 2019). Diese Ergebnisse wurden anschließend in einer Workshopphase mit Lehrkräften und Schulleitungen (N=16) präzisiert sowie erweitert, um spezifische Bedarfe von Schulen in schwierigen Lagen bei der Etablierung datengestützter Qualitätsentwicklung im Rahmen von Evidenzteams abzuleiten. Auf Basis dieser Erhebungen zeigen sich schulorganisatorische Faktoren bei der Etablierung eines Evidenzteams als bedeutend, indem Verantwortlichkeiten geklärt sein müssen und ein Konzept zur Nutzung von Daten vorliegt. Zudem wird der selbstbewusste Umgang mit Daten als wichtig eingestuft. Externe Begleitung wird als förderlich für die Etablierung entsprechender Strukturen und den Kompetenzerwerb zum selbstbewussten Umgang mit Daten wahrgenommen. Das Fehlen von schulspezifischen Daten wird als Hürde formuliert, jedoch wird die Möglichkeit zur eigenen Datenerhebung als Gelingensbedingung formuliert, um dieser Hürde zu begegnen. Die Ergebnisse werden vor dem Hintergrund möglicher Unterstützungsbedarfe von Schulen in der datengestützten Schulentwicklung diskutiert. Zusätzlich ermöglichen sie Rückschlüsse für die Weiterentwicklung länderseitiger Angebote, um Schulen in diesem Prozess zu unterstützen.







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